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Euch und allen anderen, die nicht in meiner kleinen Buchbinderwerkstatt vorbeischauen können, habe ich dieses Blog gewidmet.
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Mittwoch, 1. Februar 2012

Seite 67...

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... und urplötzlich taucht da ein Stück Heftschnur auf! Verschrumpelt und zusammengezurrt liegt es da ...... am Vorderschnitt des Buches !? 'Mooooment' denk ich, das kann doch garnet sein!
Hilfe!
Da haben wir den Salat!
Der zugepappte Buchblock liegt auf dem Gesicht im Einband und da die Blätter beidseitig beschrieben sind und die Ränder ja hinweggeschimmelt sind, habe ich das nicht erkannt.
Jetzt wirds kompliziert. Ich habe einen sogenannten "Juden" vor mir. (Das hat jetzt nix mit Antisemitismus zu tun sondern damit, daß die Hebräer ihre Bücher von hinten nach vorne lesen.)
Da mein Herrn Stinki verkehrt herum da lag, habe ich nun die letzte Seite des Buches mit  1 foliiert, die vorletzte Seite mit 2 usw.
Wenn ich nachher die losen Blätter wieder zu Lagen bilde muß ich höllisch aufpassen, damit die letzten Seiten die ersten sind.
... wie in der Bibel: die Letzten werden die Ersten sein!
Das Buch beginnt also mit Seite 200undnochwas.
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Das wäre ja eigentlich eine neue Idee für einen Verlag: ein Buch mit extra falsch paginiertem, lagenweise durcheinander und manche Lagen auf den Kopf stehendem Inhalt.
DAS Buch für unruhige Leser mit Bewegungsdrang, phantasievolle Leser mit Kreativität ...und Buchbinder mit drahtseildicken Nerven!
.. hach, da könnte ich mich heute wieder auslassen drüber. Wäre nett wenn sich ein Verlag finden liese..... :-)

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