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Mittwoch, 16. Januar 2013

Gloifel

Liebe Leser,
"Gloifel" ist ein bayerischer Fachausdruck für einen Menschen, der sich diesen Begriff erst verdienen muß ... und zwar durch schlechtes Benehmen:
Heute habe ich meine Großlieferung an Papier und Pappen erhalten. Mein Wunsch, der Lieferwagen möge noch vor dem Einsetzen des Schneegstöbers ankommen wurde nicht erfüllt:
Zum Glück verpackt Fa. Römerturm die Paletten so gut, daß sie unbeschadet auch eine Überschwemmung überstehen könnten.

Der LKW, der mir die Palette brachte fand in unserer Straße wegen seiner Größe keine Parkmöglichkeit und so mußten wir wohl oder übel mitten auf der Fahrbahn abladen. Wer schon einmal versucht hat mit dem Hubwagen über ein zugeschneites Klopfsteinpflaster und Bordsteinkanten zu fahren ahnt wohl was passiert ist. Da ging nix mehr.
Der LKW-Fahrer und ich hingen am Hubwagen, bezw. zum Schluß gemeinsam an der Palette mit gut 92 kg !!

Die ersten 3 Autofahrer in der Schlange die sich flugs bildete hatten Verständnis und Geduld.
Dann kam der erwachsene Sohn unserer Nachbarin, schrie mich an und tobte umher und stieg dann wieder in das Auto zu Mama - der Gloifel !
Geholfen hat niemand. 
Es saß wohl auch kein Ausländer in der Autoschlange, denn der hätte bestimmt geholfen!

Geholfen habe ich seit über 20 Jahren dieser Nachbarin, denn sie hat mein Alter ist aber seit einer Krankheit körperlich ziemlich behindert. Ich hab ihr gelegentlich Schnee geräumt, den Gehsteig gekehrt, Pakete angenommen wenn sie nicht daheim war und sie ihr dann abends an die Haustüre gebracht. Was man halt so macht als guter Nachbar.
Ab sofort bin ich kein guter Nachbar mehr! 

So und jetzt geh ich in die Badewanne und anschließend vor`s Rotlicht, denn ich habe furchtbare Kreuzschmerzen  und will mich morgen wieder bewegen können.... wenigstens ein bisschen.

Kommentare:

  1. HoHo was für ein K...brocken.Neee,bleib wie du bist!Immer ruhig weiter machen...Gaaar nich beeindrucken lassen von so einem G*** !der Begriff klingt ja schon so passend,besonders für uns "norddeutsche"Ohren... Frohes neues Jahr noch!Und ganz viel Erfolg wünsch ich dir!

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  2. Danke, wünsche ich Dir auch! Ich war heute schon böse Nachbarin - ein wenig, aber es hat gesessen und das ist gut so.:-)

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  3. Ach so ist das, ich dachte schon, grobschlächtiges Desinteresse jüngerer Mitmenschen an ihren Nachbarn sei eine rheinische Krankheit geworden. Die weite Verbreitung tröstet mich nicht wirklich. Son Rüpel heisst bei uns „ne Blötschkopp”, will sagen „Mensch mit Beulen am Kopf”.

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