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Freitag, 16. Juni 2017

So alte ...... (Teil 2)

... Holzdeckel und Ledereinbände haben ihre Eigenheiten:
Wenn alle Fehlstellen mit neuem Leder ausgefüllt sind geht es ans erneute Überziehen des Einbandes mit dem Originalleder. Zuerst kommt der Buchrücken mit den leicht erhabenen Bünden dran:
Wenn dieser über Nacht gut angetrocknet ist und fest sitzt, dann ist der Rest dran.
Der lose Holzdeckel wurde natürlich zuerst an der richtigen Stelle am Buchblock fixiert und darf ,  frisch bezogen, über Nacht weich gepolstert in die große Presse.
Am folgenden Tag sieht es dann so aus: 
 Reichlich merkwürdig, oder?
Die Einschläge am Rand werden nämlich gesondert gearbeitet.
Aber erstmal werfen wir einen kurzen Blick auf die Innenseite der Deckels. Dort seht Ihr die Aussparungen in die später die Riemen für die Schließen befestigt werden:
Ich steckte da ein mit Wachspapier überzogenes und angeflachtes Pappenstück hinein, damit sich das Leder nicht festklebt.
Da sich auch ein alter Holzdeckel - so einseitig mit Leder beklebt - anfängt zu wölben, muss man zügig arbeiten und zum einen die Platzhalter zu entfernen und zum anderen die Einschläge und Ecken zu arbeiten. Ein paar Finger mehr wären jetzt nicht schlecht ;-).
Natürlich darf man den Holzdeckel nicht mehr in eine Presse stecken, er würde womöglich  brechen und so muss man erfinderisch sein um die Einschläge und gearbeiteten Ecken über Nacht zum Trocknen an Ort und an der richtigen Stelle zu halten:
Fortsetzung folgt.

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